Noreva, Executive Communication Consultancy

Fallstudie

Wie eine Führungskraft komplexe Geschäftszahlen klar und wirkungsvoll vermittelt

Kundschaft
Auf eigenen Wunsch anonymisiert
Leistung
Communication Partnership

Die Herausforderung

Die Person präsentiert Verkaufszahlen, Produktionsmengen und Markttrends vor hochrangigen Beteiligten in mehreren internationalen Märkten.

Diese Rolle erforderte, komplexe Geschäftsdaten auf Englisch zu vermitteln. Das Publikum wollte schnell fundierte Entscheidungen treffen.

Das Fachwissen und die Vertriebserfahrung waren stark. Die Präsentation stützte sich jedoch sehr auf Details, lange Sätze und reines Berichten. Strategische Kommunikation war sie nicht. Wichtige Erkenntnisse steckten manchmal tief in den Daten. Das Publikum musste die Kernbotschaften selbst suchen.

Die Herausforderung war nicht besseres Englisch.
Es ging darum, aus einem technischen Bericht Executive Communication zu machen: klar, glaubwürdig und überzeugend.

Die Noreva Methode in der Praxis

I

Ziel

Forschungsgrundlagen

KommunikationsstrategiePublikumsanalyseTheory of MindEntscheidungspsychologie

Jede Kommunikation beginnt mit einem Ziel. Bevor wir eine einzige Folie änderten, klärten wir, was die Präsentation erreichen sollte. Wir fragten nicht, welche Informationen hineingehören. Wir fragten, was das Publikum am Ende verstehen, glauben und tun sollte.

So ging es nicht mehr um das Berichten von Zahlen. Die Präsentation sollte Entscheidungen auf Führungsebene stützen. Auf Basis von Publikumsanalyse und Kommunikationsstrategie legten wir drei Ziele fest:

  • Beteiligte verstehen schnell die gesamte Geschäftsentwicklung
  • wichtige Trends werden in ihrer wirtschaftlichen Bedeutung sichtbar
  • das Gespräch richtet sich auf künftige Entscheidungen statt auf Rückblicke

Diese Ziele wurden zur Grundlage für jede weitere Überarbeitung.

II

Klarheit

Forschungsgrundlagen

Cognitive Load TheoryDiskursanalyseInformationsverarbeitungVerständlichkeitsforschung

Die ursprüngliche Präsentation enthielt wertvolle Informationen. Oft steckten aber mehrere Gedanken in einem einzigen Satz.

Original

“Es gab insgesamt eine Steigerung von 16%, es gab eine Steigerung von 20 Millionen insgesamt hergestellten Produkten.”

Überarbeitet

“Die Produktionsmengen stiegen insgesamt um 16%. Das sind 20 Millionen Einheiten mehr als im Vorjahr.”

Beide Versionen enthalten dieselben Informationen. Die überarbeitete Fassung vermeidet Wiederholungen. Sie fasst Zusammengehöriges zusammen und liefert eine klare Botschaft.

In der ganzen Präsentation haben wir:

  • Sätze einfacher gebaut
  • überflüssige Wörter gestrichen
  • Informationen logisch geordnet
  • die wichtigste Erkenntnis zuerst genannt und danach mit Daten belegt

Grundlage dafür ist die Cognitive Load Theory. Sie zeigt: Das Arbeitsgedächtnis hat nur wenig Kapazität. Wenn ein Publikum zu viel auf einmal verarbeiten muss, sinkt das Verständnis. Die Verständlichkeitsforschung zeigt dasselbe. Kurze, gut strukturierte Kommunikation wird besser verstanden. Die fachliche Glaubwürdigkeit leidet dabei nicht.

Das Ziel war nicht, das Geschäft zu vereinfachen.
Das Ziel war, die Kommunikation darüber zu vereinfachen.

III

Glaubwürdigkeit

Forschungsgrundlagen

SoziolinguistikPragmatikEindrucksbildungForschung zu Executive Communication

Im nächsten Schritt stärkten wir die Sprache auf Führungsebene. Die Person sprach bereits sicher Englisch. Einige Gewohnheiten schwächten jedoch wichtige geschäftliche Aussagen ab.

Original

“Wir haben uns darauf konzentriert, Produkte mit höherer Marge zu verkaufen, indem wir den Einsatz von einer bestimmten Produktlinie segmentiert haben.”

Überarbeitet

“Wir haben gezielt Produkte verkauft, die pro Einheit mehr Gewinn bringen. Dafür haben wir den Einsatz einer bestimmten Produktlinie strategisch segmentiert.”

Die überarbeitete Fassung zeigt das geschäftliche Ziel deutlicher. Gleichzeitig bleibt die eigene Fachlichkeit erhalten. In der ganzen Präsentation gaben wir dem Wortschatz auf Führungsebene den Feinschliff. Dasselbe galt für Satzgenauigkeit, Ton, die Sprache für Empfehlungen und die Fachbegriffe.

Forschung in Soziolinguistik und Pragmatik zeigt: Glaubwürdigkeit entsteht nicht nur durch korrekte Grammatik. Auch die sprachlichen Entscheidungen zählen. Sie signalisieren Autorität und Kompetenz.

Die Sprache sollte die Kompetenz zeigen, die ohnehin vorhanden ist.

IV

Überzeugung

Forschungsgrundlagen

ÜberzeugungsforschungVerhaltensökonomieFraming TheoryKlassische Rhetorik

Führungskräfte brauchen selten mehr Informationen.
Sie brauchen Informationen, die eine Entscheidung stützen.

Die ursprüngliche Präsentation beschrieb vor allem, was in den einzelnen Märkten passiert war. Die neue Fassung erklärte, warum das wichtig ist. Umsatzsteigerungen und Preisänderungen standen nicht mehr für sich. Wir verbanden diese Zahlen mit Strategie, Rentabilität und künftigen Chancen.

Jeder Abschnitt beantwortete vier Fragen der Führungsebene:

  1. Was hat sich verändert?
  2. Warum ist das wichtig?
  3. Was hat das Ergebnis beeinflusst?
  4. Was sollte die Führung verstehen oder als Nächstes bedenken?

Grundlage ist die Framing Theory. Sie zeigt: Die Anordnung von Informationen beeinflusst stark, wie ein Publikum sie versteht und darauf reagiert. Wir haben die Präsentation um Entscheidungen herum aufgebaut, nicht um einzelne Zahlen. So wurde sie überzeugender, ohne dass sich eine einzige Zahl änderte.

V

Feinschliff

Forschungsgrundlagen

Gezieltes ÜbenFeedback-TheorieLeistungspsychologie

Nach der Überarbeitung der Inhalte ging es um den Vortrag. Wir haben die Präsentation nicht immer wieder durchgesprochen. Stattdessen übten wir gezielt einzelne Punkte:

  • Tempo
  • Übergänge
  • Führungspräsenz
  • stimmliche Betonung
  • sicher auf Fragen antworten
  • natürlich sprechen statt auswendig Gelerntes aufsagen

Grundlage dafür ist die Forschung zum gezielten Üben. Sie zeigt: Spitzenleistung entsteht durch fokussierte Wiederholung und sofortiges Feedback.

Das Ziel ging über diese eine Präsentation hinaus. Die Person sollte Gewohnheiten aufbauen, die sich auf jedes weitere Meeting auf Führungsebene übertragen lassen.

Das Ergebnis

Die fertige Präsentation enthielt dieselben geschäftlichen Informationen. Sie war jedoch deutlich klarer, sicherer und wirkungsvoller auf Führungsebene.

Die Beteiligten mussten dichte Informationen nicht mehr selbst deuten. Die Präsentation führte sie durch die geschäftliche Geschichte hinter den Zahlen. So wurden strategische Prioritäten leichter verständlich und leichter zu besprechen.

Die Wirkung ging über eine Präsentation hinaus. In einer fortlaufenden Zusammenarbeit hat die Person dauerhaft Sicherheit gewonnen: in Meetings, in Präsentationen und im beruflichen Alltag auf Englisch.

Die wichtigsten Ergebnisse

Communication Partnership

Ein Moment aus einer laufenden Partnerschaft

Eine Communication Partnership richtet sich nach den echten, wiederkehrenden Momenten, in denen Ihr Englisch überzeugen muss, und diese Präsentation war einer davon.

Bereiten Sie stattdessen eine einzelne Präsentation vor? Das Presentation Intensive ist die fokussierte Variante.

Mehr über die Communication Partnership
Alle Fallstudien

Bereiten Sie sich auf die Momente vor, die zählen.

Kostenloses Erstgespräch

15 bis 30 Minuten. Deutsch oder Englisch. Online weltweit.